Paul Kult
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Uns erreicht gerade folgende Agenturmeldung der Presseagentur für allgemeine aktuelle Meldungen (PAFAAM) die uns ziemlich überrascht. Natürlich hat jeder aufrechte Demokrat null Bock auf Extremisten und rechte Spinner. Aber schießt Die Linke mit ihrer u. a. Forderung nicht aus purem Populismus deutlich übers Ziel hinaus? Was meint ihr?

Ich bin dann mal weg?
Ja, ich bin bekennender Sommer-Fan. Und trage trotzdem ganzjährig Fell, das ist bei den meisten von uns Hunden so üblich. Also nix mit, Pelzmantel aus und schon lässt die Sommerhitze prima ertragen. Und genau deshalb beginnt jetzt die Jahreszeit, die ich draußen in freier Natur sehr liebe, die mich aber zum bekennenden Automuffel macht. Nicht im aktiven gemeinsamen Fahrbetrieb, aber ganz sicher auf jedem Parkplatz, falls ich nicht mit raus darf!
In den meisten Monaten die mit „R“ enden, mag ich die wohltemperierten Autofahrten, denn neben viel Platz im Großraumkombi mit Drei-Zonen-Klimaautomatik brät es auch von draußen nicht so heftig auf die Karre. Aber ab jetzt ist den ganzen Sommer lang jede Reise bei der ich parkend mal eben im Auto zwischengelagert werde, eine bestenfalls miese und schlimmstenfalls mörderische Quälerei. Hunde sind eben keine Sauna- und Kleinraumtypen und parkende Autos sind - nicht nur aber vor allem im Sommer - grausige Saunen mit nicht regulierbarer Temperatur.
Seht Euch dazu gerne auch den folgenden Beitrag von Tasso an: http://www.tasso.net/Tierschutz/Aktionen/Hund-im-Backofen
Wer das als Mensch mal am eigenen Leib nachvollziehen will, der zwänge sich in einen hautengen Neopren-Taucheranzug und ziehe darüber dann bitte auch noch einen dicken Ski-Overal. Derart kostümiert ab ins sommerwarme stehende Auto. Reinsetzen, Klimaanlage aus und Blick auf die Uhr: Na, ist es nach 5 Minuten noch schön mummelig? Nach 10 Minuten auch noch, oder läuft da schon der Schweiß vom Rücken den Hintern runter? 15 Minuten geschafft: Respekt, das ist schon die Gummi-Fetisch-Liga und damit doch ein ziemliches Randgruppenvergnügen. 20 Minuten ist auch für probierfreudige Masochisten die Grenze, dann sollte man den Notarzt in Reichweite haben oder eine letztwillige Verfügung an die Erben auf dem Beifahrersitz deponieren.
Trotz derart lehrreicher möglicher Selbstversuche gibt es bestimmt immer noch ein paar ganz besonders blöde Hundehalter d. h. geistige Schattenparker mit kognitiven Funktionsallergien, die unsereins im Auto lassen. Und sich damit beruhigen, das sie die Fenster oder das Schiebedach einen diebstahlsicheren Spalt breit aufmachen. Diebstahlsicher ist die Karre so nach einer halben Stunde Parkdauer direkt auf zwei Arten, denn wer klaut schon ein Auto mit einem toten Hund auf der Rücksitzbank oder im Heckabteil?
Ich bin dann mal weg, gilt für mich, wenn man mich in der Sommerhitze im Auto lässt also direkt mit, denn ich verschwinde dadurch für immer über die Regenbogenbrücke und wünsche mir für mein nächstes Leben ganz sicher klügere Menschen.
Also Mensch, listen and repeat: Wo auch immer Du im Sommer hin willst, ich bin nur dabei, wenn ich auch wirklich bei Dir bleibe d. h. direkt an Deiner Seite, wo ich ja schließlich hingehöre. Und noch etwas: gerade die Hund & Heimtier nächsten Monat in Dortmund ist keine Messe für das Hunde-Bestattungswesen, sondern eine spannende Themenmesse für uns beide. Wer da seinen Hund im Auto lässt, der gehört schlicht eingesperrt!
So, das wäre zumindest schon mal klar gebellt. Euch allen ein großartiges Osterfest – und natürlich wie immer - einen großen Napf oder Teller voll lecker Futter und reichlich Auslauf!
Euer

April 2011
Welpenhandel über die Ladentheke und per Auktion? Es reicht!
Wie mies kann und darf Hundehandel in Deutschland eigentlich betrieben werden? Zwei Beispiele zum begründeten Zähnefletschen bei Hund und hoffentlich auch Mensch:
Wie einer aktuellen Pressemitteilung des VDH http://www.vdh.de/Pressemitteilungen_News/items/hunde-muessen-draussen-bleiben.85.html zu entnehmen ist, plant die Duisburger Zoohandlung Zajac, nach eigenem Bekunden das „größte Zoofachgeschäft der Welt“, ab Mai diesen Jahres, auch Hundewelpen in ihr Angebot aufzunehmen. Was für eine großartige Idee, von der man ja wohl Einiges mehr erwarten darf als nur ein paar gut ausgeleuchtete schicke Regale voller putziger Hundewelpen?! Mein Vorschlag für diese Geschäftsidee, macht es direkt richtig und sortiert die lustigen neuen Kassenrenner am besten nach klassischen Handelskriterien: Unten als Bückware die teuren Rassen, in der Regalmitte und damit auf Augen- und Griffhöhe die günstigen Rassewelpen für den Massengeschmack und ab 1,60 Meter Regalhöhe darüber ein paar schicke geburtsfrische Exoten, direkt im „all-in-one-Paket“ mit Transportkörbchen und Futterration für einen Monat. Und für die Kinder der angepeilten menschlichen Kundschaft dann noch eine Ausprobier-, Spiel- und Kuschelecke, ähnlich wie im Möbelhaus. Zum Verlieben im Schnelldurchgang und bitte mit dem Hinweisschild >>Kaputt geknuddelte Welpen verpflichten zum Kauf<<. Fehlt nur noch ein „buy one, get one free Angebot“ falls einer der gekauften Welpen zuhause nicht zur Farbe des Sofastoffs passen sollte bzw. auf dem Transport vom Laden ins heimische Wohnzimmer aus Versehen oder ehrlichem Empfinden ins Auto kotzt und deshalb dann doch nicht so richtig gut zur neuen Familie passt und daher direkt an der Autobahn entsorgt werden sollte. Schon erstaunlich, dass das Unternehmen nicht noch auf andere innovative Ideen zum Thema „One-Stop-Shopping im Zoohandel“ gekommen ist. So könnte man ja auch zu Zwergkaninchen direkt Kochbücher mit Schlachtanleitungen verkaufen, oder Tauchsieder zu Aquarien, falls die Goldfische mal nicht mehr als Hobby taugen. Moderne Zeiten, mit humanitärem Fallout. Bleibt die Frage nach den möglichen Käufern von Zoohandlungswelpen. Und deren mutmaßlicher Kaufmotivation. Empathiefreiheit und schnäppchengeprägte hemmungslose Konsumfreude sollten Grundvoraussetzungen sein.
Meinen zweiten Mega-Aufreger lieferte dieses Wochenende der Frank Weber Beitrag bei Hundkatzemaus http://www.vox.de/medien/1435b-0-5ddf-18/frank-weber-greift-wieder-ein.html in dem vom Welpenvermehrer und Massenzüchter Uwe Stierand berichtet wurde, der mit Kenntnis und offenkundiger Duldung des Veterinäramtes in der Oberaltenburg in Merseburg neuerdings seine „heiße haltbarkeitsbegrenzte Ware“ per Auktionsverkauf rausbrät. Charakterlose Profitgeier anzuprangern, zu ächten und mit rechtsstaatlichen Mitteln zu bekämpfen, ist das notwendige Eine. Das mangelnde Einschreiten von, mit unseren Steuergeldern bezahlten Behörden wie dem Veterinäramt des Landkreises in der Oberaltenburg in Merseburg anzuprangern, ist dann aber inzwischen die zweite echte Bürgerpflicht! Wie kann man morgens in den Spiegel sehen und nachts ruhig schlafen, wenn man, wie im Beitrag zu sehen, als Behördenvertreter die berechtigte Empörung der Staatsbürger mit der Übergabe einer vorformulierten Presseerklärung und Achselzucken zu beantworten sucht? Fremdschämen ist noch die geringste eigene Aufwallung vor soviel Dickfälligkeit und mangelndem behördlichen Respekt vor den erkennbar gequälten hilflosen Kreaturen in den Fängen der Tierhandelsmafia. Zumal, wenn Tierschützer sich ihr Mitgefühl und ihren Schmerz aus dem Leib brüllen, während sich diese Behördenvertreter unter den Augen der Kamera stimmungslos und mit leerem Blick von dannen schleichen. Armes Deutschland!
Am anderen Ende der Welt, in Japan, sind es zeitgleich gerade übrigens wunderbare Hunde aus artgerechter Zucht und Haltung, die unter höchstem Risiko und gemeinsamem Lebenseinsatz mit ihren mutigen Hundeführer versuchen, menschliches Leid und Elend zu lindern. Aufopfernde Hilfsteams von Mensch und Tier, die nicht danach fragen, ob es etwas zu profitieren gibt, sondern gemeinschaftlich ihren unschätzbaren Dienst an der Menschheit leisten.
Wie fühlen sich die Zajacs, Stierands und Co. eigentlich mit ihren, für mich fragwürdigen, geplanten Geschäftsideen und bzw. laufenden Geschäftsmodellen mit dem Sozialpartner Hund bei solchen Bildern????
Kopfschüttelnde und tief betroffene Grüße!

März 2011
Hundeadel verpflichtet! Ein Meinungsbeitrag in der fünften Jahreszeit …
Menschen sind eben auch nur Menschen! Die über Wochen die Gazetten damit befüllen und anschließend leer lesen, ob und wenn ja, wie viel Adel so eine Menschenregierung erst braucht, dann noch verträgt oder zum Schluss doch besser wegbeißt. Während der adelige Alpha-Rüde den es betrifft, noch im Ring einräumt, dass seine Papiere doch nicht so toll sind, wie in den Aufzeichnungen der parlamentarischen Leistungsschau angegeben. Erst beschwichtigt er, dann knurrt er und danach, na ja dann kneift er den, sagen wir mal, den „Wedel“ ein. Eher eine verhaltenstechnische „Beta-Version“ statt einem nachhaltigen „Alpha-Verhalten“. Und nicht nur bei ihm läuft Einiges schief, denn die angeblich so akribischen und auf die Regeln ihrer Zunft bedachten Zuchtwarte aus den Elfenbeintürmchen der menschlichen Wissenschaft haben es ja offenbar auch an gewünschter Urteilsfähigkeit und Professionalität vermissen lassen, hundshöflich formuliert. Selbst die Konkurrenz fremder und schlimmer noch, zum Teil auch des eigenen Rudels vom ehemaligen Adels-Alpha stürzt sich auf den gestrauchelten Helden. Die hat dann wohl eine Wölfin gesäugt, während wir uns als Hunde weiterentwickelten. Ruhmesblätter beschreibt man anders, und das gilt für ausnahmslos alle Beteiligten dieser Zirkusnummer.
In unseren Kreisen läuft das anders. Grundsätzlich anders. Das beginnt schon damit, dass bei uns nur eine verschwindend geringe Minderheit nicht von Adel ist. Ich kenne nur extrem wenige Hunde mit lediglich einem Vor- und Zunamen. Auch wenn wir vom Menschen zusätzliche kurze Rufnamen erhalten, von Geburt an führen wir, offiziell oder qua edlem wenn auch nicht immer bekanntem Herkunftsgeblüt, ruhmreiche Namen in unseren Stammbäumen. Denn wir sind alle mit einem „von“, „zu“, „zum“ oder „zur“ gesegnet. Selbst mein guter Freund der Labrador-Mischling Heribert, der ist sogar „von der Tankstelle“. Neid entfällt damit schon mal, wir sind es halt. Basta.
Und was das Gezerre um Werte und Chancen aufgrund von Herkunft wie auch Aus- und Weiterbildung bei Euch Menschen angeht, sind wir Hunde ebenfalls schon weiter. Leider ist aber unsere Welt etwas zu komplex, als dass ich sie für Euch in einer kurzen 450 Seiten Abhandlung mit ein paar Fußnoten als Kollage komprimieren könnte. Auch wenn unsere Beziehungsverhältnisse inklusiv deren zuweilen notwendigem Neuregelungsbedarf für Euch sehr viel einfacher aussehen. Nur soviel: bei uns beißt man keinem in Hals, Hintern oder Hacken, wenn der sich bereits trollt. Das ist bei uns nicht einmal eine Frage der Ehre, sondern Instinktsicherheit und angeborenes Verhalten!
So, das wäre zumindest schon mal klar gebellt. Euch allen einen großen Napf oder Teller voll lecker Futter und reichlich Auslauf!
Euer
Paul Siegbert Edelfried Jonathan vom freien Felde und zu Stöberwald
alias

Ps.: Muss jetzt noch auf eine Karnevalssitzung und habe mir dafür ein politisch zeitgemäßes Kostüm schneidern lassen: ein Hauch von Nichts, wie seinerzeit bei des Kaisers neuen Kleidern ...
März 2011
Hundeverbotszone Bundesgartenschau 2011 und eine hervorragende botanische Alternative …
Das unsereins in der Feinkostabteilung des KaDeWe ebenso wenig willkommen ist wie im Verkaufsraum beim Metzger des Vertrauens unserer Leinenhalter, schlägt mir nur maßvoll auf den Magen, denn da muss ich aus Hygienegründen einfach durch. Zur Belohnung bekomme ich ja wenigstens was aus dem jeweiligen Fresstempel mitgebracht. Wobei, davon, dass sich eine adrett gekleidete Fleischfachverkäuferin über die Theke in meine Richtung beugt und mir freundlich zuraunt „Na, für Dich darf es doch sicher auch eine leckere Scheibe Fleischwurst sein!“ habe ich mehr als einmal geträumt. Inklusiv meiner charmant gebellten Antwort „Ich schau Dir in die Theke, Kleines“! Das sind Traumwelten deren tiefenpsychologische Hintergründe gelegentlich ein Verhaltensforscher beleuchten sollte. Aber frei von jedem Therapieversuch, wenn ich bitten darf.
Weniger traumhaft aber dafür höchst real, sind Verbotszonen wo an sich keine sein sollten, weil Hund und Mensch dort bestens zusammen flanieren und das Leben wie auch Erleben genießen könnten. So zum Beispiel auf der in Kürze in Koblenz beginnenden diesjährigen Buga, dem nach Veranstalterangaben „neuen grünen Antlitz der Mittelrheinmetropole auf 48 Hektar Fläche“. Grünes Antlitz schön und gut, aber ja offenbar nicht für den Bevölkerungsteil der Millionen Hundehalter. Denn wir, die Hunde, sind nach dem Willen der Veranstalter entweder zuhause zu lassen oder, wie parkende Autos bzw. unsere armen Artgenossen in den Tierheimen, vor Ort in einer Zwingeranlage zwischenzulagern! Das liest sich dann so: „Auf dem BUGA-Gelände gilt ein allgemeines Verbot für Hunde, ausgenommen sind Behindertenbegleithunde. Auf der Festung Ehrenbreitstein sind am Eingang „Festungspark“ Hundesboxen vorhanden, wo Hundefür die Dauer des BUGA-Besuchs vor Ort durch geschultes Personal des Tierheims Koblenz betreut werden. Dieser Service ist für den Besucher kostenfrei, die Boxen sind nicht im Voraus buchbar“. Zitat Ende. Tolle Wurst!
Natur, Blumen, bzw. temporär und mit Steuergeldern finanzierte blühende Landschaften vertragen sich also nicht mit Hunden? Hallo, geht’s noch? Dass man Elefanten bei einer Bundesgartenschau vielleicht lieber draußen lässt, das fände ich nicht wirklich nett, aber relativ nachvollziehbar. Denn selbst ein ordentlich angeleinter und bestens sozialisierter Elefant tritt ja unter Umständen wenn ihn eine Maus oder ein Kind erschreckt, mal aus Versehen über den Wegesrand und dann ist das ein oder andere Blümchen ziemlich am Boden zerstört. Aber angeleinte Hunde? Wohl kaum!
Dass es auch anders geht, beweist die Mutter der deutschen Blumen- und Pflanzenparadiese, die Insel Mainau am Bodensee. Dort sind Hunde zwar – normal – anzuleinen, aber ansonsten absolut willkommen! So einfach, so schön, so normal und frei von nicht nachvollziehbaren Zwangstrennungen von Hund und Halter kann eine echte botanische Attraktion also auch sein. Das Jahresmotto von Mainau lautet für 2011 übrigens „Auf Großvaters Gartenbank –Eintauchen in eine andere Zeit!“ und der Veranstaltungskalender findet sich unter http://www.mainau.de/veranstaltungskalender.html
Die Buga 2011 findet in jedem Fall ohne mich statt, Zwingertests sind nicht nach meinem Geschmack, selbst wenn drum herum auf 48 Hektar alles im grünen Antlitz erstrahlt! Da warte ich lieber kurz vor Metzgers Haustür oder freue mich auf einen wirklich barrierefreien Besuch von Mensch und Hund auf der Insel Mainau.
So, das wäre zumindest schon mal klar gebellt. Euch allen einen großen Napf oder Teller voll lecker Futter und reichlich Auslauf!
Euer

Februar 2011
Alles nichts, oder?
Stern TV unter neuer Leitung mit unveränderten Themenpräferenzen und Tierheime vor der Pleite …
Die Nachrichtenlage dieser Tage lockt selbst den härtesten Hund nicht gut gelaunt vom Sofa:
Da diskutiert der neue Stern-TV Moderator Hallaschka kürzlich an einem tragischen erneuten Beißvorfall die ganze Hundehalterschaft genau wie sein Vorgänger wieder in die Ecke der wenigen schwarzen Schafe unter Euch Haltern. Und lässt unter dem Beifall und der Quasi-Schirmherrschaft eines Landesministers über schärfere Gesetze für Hundehaltung diskutieren und abstimmen. Übrigens mit dem Ergebnis, dass dann doch 77% der abgegebenen knapp 4.000 Votings dagegen sind! Kein Mensch – insbesondere kein auf seine Wiederwahl bedachter Minister - käme aber auf die Idee, ernsthaft und vor einem Millionenpublikum über ein Verbot der zehn Auto Modelle mit denen die meisten Menschen und noch mehr Hunde totgefahren bzw. verletzt werden, zu diskutieren. Bzw. analog zum ebenfalls geforderten Leinenzwang für große Hunde, alle Autos mit mehr als 150 PS bei 100 km/h Höchstgeschwindigkeit abriegeln zu lassen. Noch mal ganz deutlich: jeder Beißvorfall ist einer zuviel und der kleine Malik verdient in jedem Fall unser aller Mitgefühl und wo möglich, auch taugliche Unterstützung zur Erhaltung bzw. Wiedergewinnung einer positiven Wahrnehmung von Hunden (vielleicht hat dazu ja ein mitlesender Hundetrainer eine Idee?)! Aber es kann ja wohl nicht sein, dass sich die um ein Vielfaches häufiger negativ in Erscheinung tretenden unverantwortlichen Verkehrsrowdies nur in knappen Polizeiberichten wiederfinden, während Millionen gewissenhafter und sozialkompetenter Hundehalter als potenzielle „Mitmenschen-Gefährder“ permanent vor größtmöglicher medialer Kulisse öffentlich stigmatisiert und an den Pranger gestellt werden. Das ist schlicht unfair!
Ein noch größeres Aufregerthema für mich ist aber ganz klar die Meldung, dass viele unserer Tierheime vor der Pleite stehen (http://www.tierschutzbund.de/rettet-die-tierheime.html), weil u. a. die wirtschaftlich klammen Kommunen ihre Unterstützung von bislang rund 25% am Einnahmeaufkommen der Tierheime herunterfahren. Versteht Hund nicht! Klamm stimmt ja in Summe bei den Kommunen wohl, aber wohin, zum alten Kuckuck, sind die über 300 Millionen Euro jährliche Hundesteuereinnahmen geflossen? Bei den Tierheimen kommen diese Gelder offenbar nur zum Teil an. Und das wäre ja wohl der Minimalkonsens mit unseren steuerpflichtigen Haltern, wenn die Kommunen die Mittel aus dieser fragwürdigen einseitigen Zwangsabgabe (mal was von Pferdesteuer, Katzensteuer, Reptiliensteuer oder Singvogelsteuer bzw. Kaninchensteuer gehört???) schon nicht für andere Zwecke in unserem Sinne, wie Hundewiesen oder Hundewälder oder sonstige Mensch-Hund-gerechte Lebens- und Freizeiteinrichtungen einsetzen. Lasst es mich mal so präzisieren: Überlebenshilfe für Tiere statt dicke Dienstwagen, Luxus-Pensionsansprüche und großflächige Repräsentationsbüros für die Damen und Herren BürgermeisterInnen! Den Gürtel enger schnallen sollte man da, wo der Bauch zu fett geworden ist und ganz sicher nicht bei ohnehin schon ausgezehrten wirtschaftlichen Bittstellern wie den Tierheimen und ihren Insassen.
So, das wäre zumindest schon mal klar gebellt. Jetzt freue ich mich auf ein Wochenende im Kreis meiner Lieben … mal schnüffeln gehen, was da draußen so alles los ist.
Euch allen einen großen Napf oder Teller voll lecker Futter und reichlich Auslauf!
Euer

Ps.: Wenn ich wieder bessere Laune habe, erzähle ich Euch demnächst mal, wie ich mir ein RTL Dschungel-Camp für Hunde vorstelle. Rainer Langhans wäre bei mir zumindest als Moderator dabei: Wegen seiner ruhigen Stimme, dem ausgeprägten Eigengeruch und der zugesagten Gewaltfreiheit. Ein herrlich sinnbefreiter und entschleunigter alter Knabe ;-)
Januar 2011











